Vor wenigen Wochen traten in Deutschland wieder einige Flüsse über die Ufer. Während beim letzten Jahrhunderthochwasser vor allem die Städte um Dresden betroffen waren, hat es dieses Mal die Region um Passau sehr schwer getroffen. Der Ort Fischerdorf nahe Deggendorf wurde von den Fluten überrannt und ist vollkommen zerstört worden.
Mittlerweile hat sich das Wasser wieder in das Flussbett zurückgezogen. Der vom Wasser angerichtete Schaden aber bleibt. Viele Familien können nicht in ihre Häuser und Wohnungen. Überall stehen Schlamm und Ölreste und eine Stechmückenplage macht sich breit.
In den Gruppenstunden des JRK Sandhausen kam die Idee auf, für die Hochwasseropfer Sachspenden zu sammeln. Aus verschiedenen Telefonaten wussten wir, dass besonders zwei der Kindergärten in Passau, sowie das Kinderheim vor Ort sehr schwer getroffen wurden. Genau hier wollten wir helfen. Über Facebook entstand dann der Kontakt zu „Waidler helfen“ einer privat organisierten Bürgerinitiative.
Zwei Wochen wurde nun gesammelt was das Zeug hielt, um am 29.06.2013 Richtung Passau zu fahren Dort wollten wir den „Waidlern“ unsere Sachspenden übergeben. Mit 3 unserer größeren JRKler machten wir uns dann mit einem gut gefüllten Mannschaftswagen auf den Weg nach Passau. Dort angekommen wurden wir mit einem „Wilkommens-Schild“ begrüßt. Insgesamt war der Empfang sehr herzlich. Die Freude, dass Kinder den Hochwasseropfern helfen wollen war riesig.
Nachdem alles abgeladen war, fuhren wir in den Gasthof Wimmer, welcher auch unsere Unterkunft für die Nacht sein sollte. Bei einem gemeinsamen Mittagessen, erhielten wir einen Einblick in die aktuelle Situation in und um Passau. Aktueller Stand ist, dass viele Häuser im absoluten Rohzustand sind, weil Handwerker fehlen oder die Häuser abgerissen werden müssen. Uns gingen diese Erzählungen sehr nahe und wir hatten noch mehr das Gefühl das Richtige zu tun.
Derzeit ist der Katastrophen-Fall in der Region aufgehoben, die ehrenamtlichen Helfer sind alle wieder abgereist. Die Menschen dort sind nun leider ihrem eigenen Schicksal überlassen. Wir hoffen, mit unseren Sachspenden in Form von Kleidung und Spielsachen den Menschen dort wieder etwas Leben zurück geben zu können.
Vielen Dank an dieser Stelle an die „Waidler Helfen“ für ihr Engagement und an den Gasthof Wimmer für die Unterkunft und die Verpflegung.
Ein ganz großes Dankeschön geht ebenfalls an meine JRKler, welche nun fast 2 Wochen lang gesammelt haben und sich mit auf den langen Weg nach Passau begeben haben. (rw)